Mein Aufruf und meine Erlebnisse vom/bis 11. November 2000

Eine dringende Empfehlung

Der Kanalbau in Rottenegg ist in mancher Hinsicht ungewöhnlich und meines Erachtens nicht durch die Satzung der Stadt Geisenfeld gedeckt, auf deren Basis uns die (wohl vorläufigen) Bescheide zugegangen sind. Hier bahnt sich ein Rechtstreit an!
Deswegen:

Kanalanschlüsse werden über Umlagen finanziert mit dem Ziel, die Bürger möglichst gleichmäßig und gerecht zu belasten. Dabei ist es die Pflicht der Verwaltung bzw. der gewählten Stadträte, die Gesamtkosten vernünftig niedrig zu halten, wobei ich "vernünftig" explizit so meine, daß "Gesamtkosten" sich aus der Erstinvestition und den späteren Betriebskosten zusammensetzen.
Im Fall von Rottenegg haben die Stadträte vor Allem an die Erstinvestition gedacht (2.4 Mio zu 3.6 Mio) - dabei aber anscheinend nicht zu Ende gedacht:

Die Abwassergebühren in Geisenfeld werden nicht niedrig sein. Die Betriebs- und Wartungskosten für die "billige Lösung" in Rottenegg sollen, soweit ersichtlich, wir Rottenegger Bürger zusätzlich zahlen.

Der Wahnsinn am Beispiel der Ziegeleistraße 12 und 14

Die Baugenehmigung für mein Haus in der Ziegeleistraße 12 wurde mir 1995 unter Auflage erteilt, daß ich mein Haus, nach Bau der Kanalisation in Rottenegg, an diese anschließen lasse. Bis dahin hätte ich für die Entsorgung durch Bau einer Klärgrube mit "ordnungsgemäßer" Verrieselung selbst zu sorgen.
Ich ließ eine Klärgrube (mit "ordnungsgemäßer" Verrieselung) setzen und zugleich einen Revisionsschacht mit allen erforderlichen Rohrleitungen vor meinem Haus und in Nähe des vermuteten Anschlußpunktes anlegen. Der "Grabungsweg" Richtung Straße war frei und die Lagen von Wasserleitung und sonstigen Rohren waren bekannt.
Damit schien ich für den späteren Kanalanschluß gewappnet. Die Außenanlagen (Kostenpunkt: DM 50.000) konnten, ohne weitere Rücksichtnahme auf diesen späteren Anschluß, endgültig fertiggestellt werden.

Mit der Druckscheiße-Lösung der Geisenfelder Stadtväter war Vieles Makulatur, und es sollte noch schlimmer kommen:

Ich rechne mit Kosten zwischen 4000 und 6000 DM, von denen mindestens 75% direkt der "Scheißepumpenversorgung" zuzurechnen sind. Mein eigener Arbeitsausfall ist dabei nicht eingerechnet!
Diese Kosten werde ich den Verantwortlichen bei der Stadt Geisenfeld explizit benennen und letztere auffordern, die benannten Kosten mit dem Gebührenbescheid "Rzany" zu verrechnen. Diverse Einsprüche und Klagen sind schon heute absehbar -- ich werde Sie auf dem Laufenden halten.

Noch einmal:
Die Arbeiten zum Anschluß des Abflußrohres treffen alle Bürger, nicht nur uns Rottenegger!
Die den Löwenteil ausmachenden oben geschilderten horrenden Arbeiten und Kosten im Zusammenhang mit den Scheißepumpen treffen (derzeit noch!) allein die Rottenegger Bürger.
Um hier einen gerechten Ausgleich zu schaffen ist es notwendig, alle Rechnungen zu sammeln und rechtzeitig Einspruch einzulegen. Es kann nicht angehen, daß

Weiterhin:
Wir brauchen eine Regelung hinsichtlich der zukünftigen Wartungsarbeiten an den Pumpen. Diese Regelung muß rechtlich einwandfrei in die Abwassergebührensatzung aufgenommen werden.
Und diese Regelung kann nicht so aussehen, daß ältere Rottenegger, die Deckel und Pumpe nicht selbst hochheben können, auf eigene Kosten einen Handwerksbetrieb beauftragen müssen.
Ich schlage der Stadt Geisenfeld vor, die Stelle eines "Scheißepumpenwärters" auszuschreiben und zu besetzen. Vermutlich sind wir alle damit einverstanden, daß dieser "Scheißepumpenwärter", ähnlich wie bereits der Schornsteinfeger, für seine Arbeiten unangemeldet unsere Grundstücke betritt.


Bodo Rzany, Ziegeleistraße 12, 85290 Rottenegg
Tel: 08452 70880, Fax: 08452 70882, Mail: bodo@rzany.de